| Der 3. Weltkrieg: Facebook vs. Google vs. Apple |
| Mittwoch, 28. April 2010 | |
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Das Internet ist eine Weltmacht. Zumindest möge man das Glauben, denn die Meinungsfreiheit, die Anonymität des Einzelnen und vor allem keine Vorurteile machen das Internet zu einer Einheit. Okey, dass funktioniert scheinbar wirklich nur im Traum, denn nicht nur im Real Life wird Krieg geführt, auch im Netz enden die Machtkämpfe großer Firmen wie Facebook, Google oder Apple mit Tränen. Zumindest werden sie das bald. Facebook vs. Google Es musste ja kommen: Der Zeitpunkt war undefiniert, doch jeder wusste es schon jahrelang. Irgendwann würde diese friedliche Koexistenz der immer größer werdenden Plattformen Facebook und Google ihr Ende nehmen. Und jetzt scheint der Moment gekommen zu sein, denn Facebook konnte zumindest laut den Zugriffsstatistiken an den bis jetzt ungeschlagenen Altmeister Google anschließen. In bisher noch nie dagewesenes Szenario, hatte Google bis just noch keine wirklichen Gegner, die die Suchmaschine mehr als nur peripher tangierten. Wer das jetzt nicht so geschwollen haben will: Bis jetzt ist Google die Konkurrenz am Arsch vorbei gegangen, war diese nicht wirklich konkurrenzfähig. Doch wie geht es jetzt weiter im Kampf um die Vormachtstellung im Internet, nennen wir es einfach mal „Netzherrschaft“? Und wie definiert man diese Vorherrschaft? Der Tod als Maßstab Ja, ich lehne mich da jetzt mal sehr weit aus dem Fenster. Meines Erachtens kann man eine Internetpräsenz nur anhand dessen messen, inwiefern sie überhaupt aus der Netzkultur wieder wegzudenken ist. Das heißt jetzt im genaueren, ob ein solches Portal/Plattform sterben kann. Und da muss ich ganz und klar sagen, dass eher Facebook als Google den Kürzeren zieht, immerhin wird Google quasi als das Internet an sich angesehen, verbindet jeder Mensch mit dem Internet auch gleichzeitig die Suchmaschine, egal ob diese auch genau Nüsse mit der Umsetzung bzw. der Entstehungsgeschichte gemeinsam hat. Google kennt man eben, der Trust steht auf deren Seite. Gibt es auch nicht wirklich große, richtig starke Konkurrenz zu der Suchmaschine an sich. Und genau da liegt das Problem von Facebook: Es ist austauschbar, also die Wahrscheinlichkeit eines Todes ist höher als die von Google, auch wenn die Zugriffszahlen und vor allem die Entwicklung dieser genau vom Gegenteil sprechen. Geld regiert die Welt Und gerade da liegt auch ein wesentlicher Punkt, warum Google in der Netzgesellschaft einfach besser dasteht: Die Moneten stimmen! Facebook hat es zwar auch mit personalisierten Werbungen versucht, richtig angelaufen ist das Ganze aber auch nicht wirklich. Stellt man die Unternehmensgewinne gegenüber, kann sich Google wohl nicht mal ein Lächeln verkneifen, sind das wohl 2 verschiedene Welten. Google hat aber auch ziemlich viele verschiedene Einnahmequellen, von Adwords zu Adsense, bis hin zum Google Phone. Darum muss man auch stark differenzieren, denn Google ist ja schon lange über deren Kerngebiet hinausgeschossen und hat es auch verstanden, aus vielen verschiedenen Bereichen mit dem Markennamen richtig Geld zu scheffeln. Und da kam Apple Und wie aus dem Nichts kam auf einmal Apple daher. Nicht das Apple irgendwie nicht medienwirksam und erfolgreich war, doch verfolgte man in den letzten Jahren eher einen Kuschelkurs mit anderen Firmen, hörte man vor allem von der Marke mit dem Apfel keine kritischen Worte gegenüber der Konkurrenz. Doch das hat sich seit Anbeginn der Applemania und dem iPad Zeitalter schlagartig geändert: Auf einmal wird wie wild um sich geschlagen, alle bekommen ihr Fett weg. Von Adobe bis Google wird jetzt auf Feindschaft geschworen, Kerngebiete der Konkurrenz werden in den Mittelpunkt gerückt und sollen zur eigenen Monetarisierung genutzt werden. Immerhin ist der Werbemarkt für Handys, ganz besonders bei den Apps, ja noch nicht in fester Hand Googles, und schon gar nicht voll ausgereizt. Vorteile für den Konsumenten? Diese Buhlerei um neue Konsumenten könnte natürlich für uns, den Endverbrauche, einiges an Vorteile bringen. Billigere Preise auf Apple-Produkte (iPhone), mehr Datenschutz bei Facebook, mehr Tools von Google. Alles ist möglich und eines ist auch gewiss: So schnell wird keine dieser Firmen gestürzt, außer sie stürzen sich selbst. Wie schaut es mit deiner Meinung aus, wer stürzt den wen vom Thron des Netz-Olymps? |