| Microsoft führt die Sklaverei wieder ein! |
| Donnerstag, 15. April 2010 | |
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Computer ein, Computer aus. Computer ein, Computer aus. Computer ein... So einfach ist es, mit einem Computer umzugehen, jedes noch so kleines Kind kann diesen Prozess lernen, auch wenn es diesen Prozess nicht hinterfragt. Kommt man in die Jahre, wird auch die Neugier geweckt: Wie funktioniert das alles im Computer? Man analysiert den Computer, welches Teil bewirkt was und welcher Teil ist für was zuständig. Doch eines wird nie hinterfragt: Wo kommen diese Teile her und wer baut diese ein? Das ist uns natürlich herzlich egal, hauptsache der Computer funktioniert. Das aber Firmen, um nicht zu sagen ganze Imperien, diese Hardware in China unter den schlimmsten Umständen anfertigen lassen, ist jedem scheiß egal! Arbeit grenzt an Sklaverei Das National Labor Commitee hat diese Umstände jetzt mal unter die Lupe genommen und ist dabei auf die schlimmsten Ergebnisse gekommen, die man sich nur vorstellen kann. In einer Fabrik der chinesischen Firma KYE Systems, wo vor allem Produkte von Microsoft für die Märkte USA, Europa und Japan hergestellt werden, herrschen die wüstesten Arbeitsbedingungen! Nicht nur, dass die ArbeiterInnen hier in dieser Fabrik eingesperrt werden, nein, auch sexuelle Übergriffe sowie soziale Isolation gehören zum normalen Arbeitsalltag. Schlafräume sind überfüllt ArbeiterInnen teilten in geheimen Umfragen mit, dass sie in ihren Schlafräumen jeweils 14 Personen wären, Bettwäsche und Matrazen müssten sie selbst irgendwie auftreiben. Zum Waschen wird ihnen 1 Kübel mit Wasser ins Zimmer gestellt, Dreck gehört zum täglich Brot. Man lebe wie eine Gefangene teilen manche mit. In solchen Fabriken arbeiten vor allem 18 bis 25 Jährige, aber auch Kinderarbeit kommt immer wieder vor. Toilettenbesuche während der Schichten sind natürlich auch verboten, geputzt müssen diese in der Freizeit werden. Nicht nur Microsoft Aber eines muss man ganz klar hervorheben: Nicht nur Microsoft stellt deren Produkte unter so widrigen Verhältnissen her, auch viele andere Anbieter aus der Hardware/Software Branche helfen so ihren Gewinnen auf die Sprünge, verdient ein/e solche/r ArbeiterIn 65 Cent in der Stunde, bei 15 Stunden täglicher Arbeitszeit. Auch HP, Samsuns, Acer und Logitech lassen große Aufträge in dieser Fabrik durchführen, wie es in anderen Firmen umgeht, möchte man wahrscheinlich gar nicht erst wissen. Microsoft startet Untersuchungen Doch Microsoft scheint sich jetzt einschalten zu wollen, ob wirklich oder nicht, kann ich nicht urteilen, aber zumindest gab das Unternehmen das bekannt. Sie nehmen diesen Bericht sehrwohl ernst, so ein offizielles Statement des Konzerns. Doch natürlich ganz ohne Ausreden geht es auch nicht: Man bezweifle großartig was zu finden, würden sich diese Firmen bei Besuchen immer herausputzen und die ArbeiterInnen darauf vorbereiten, bei den Umfragen und Tests zu lügen um doch ein wenig Glorienschein auf die Produktionsstätte zu werfen. Wir sind genauso schuldig! Abschließend möchte ich dazu noch anmerken, dass wir genauso an der Misere dieser ArbeiterInnen schild sind! Immerhin kaufen wir den dort billig hergestellten Schrott gerade deswegen, weil alles so billig ist. Wenn wir nicht unseren Lebensstil ändern, wird sich für solche ArbeiterInnen auch nie etwas ändern konnen, ein Aufstand würde sicherlich nur zu einem blutigen Ende führen und an der Situation nicht wirklich viel ändern. Wie wir dagegen vorgehen könnten? Diese Produkte nicht mehr kaufen. In der Realität? Unmöglich. Was denkt ihr darüber? Wie können wir aus dieser scheiß Lage kommen? Vorschläge?
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